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Oh Snap! eToro ist bereit für den Snap-Börsengang – sind Sie es auch?

Eines der Tech-Unternehmen, deren Entwicklung wir in den letzten Jahren sehr intensiv verfolgt haben, ist Snap Inc., der Anbieter der beliebten Content-Sharing-Plattform Snapchat. Wie schon viele andere Unternehmen zuvor wird Snap schon bald an die Börse gehen. Für Anfang März ist der Börsengang geplant. Snap wird ab dem ersten Tag nach dem Börsengang für die eToro-Trader zum Traden verfügbar sein. Beim Investieren in Snap sollten Sie die folgenden Erwägungen in Betracht ziehen:

Die geschichtliche Entwicklung von Snap

Snap wurde 2011 als Snapchat gegründet. Das noch junge Instant-Messaging-Unternehmen eroberte die Welt im Sturm und erreichte innerhalb kürzester Zeit Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt. Im Laufe der Jahre fügte das Unternehmen immer mehr Funktionen hinzu und wurde so zur „microblogging“-Plattform. Dadurch konnten die Nutzer den Dienst nicht nur für das Instant-Messaging nutzen, sondern auch tägliche Updates im Rahmen ihrer „Story“ posten. Das Flagship-Produkt bleibt für Snap nach wie vor Snapchat, mit seinen 158 Millionen täglich aktiven Nutzern, die jeden Tag unglaubliche 2,5 Milliarden Content-Einheiten erzeugen.

Die Zahlen

Snap verfügt über eine ständige Einnahmequelle. Im letzten Jahr beliefen sich die Einnahmen auf 405 Millionen Dollar, also etwa sieben Mal so viel wie in 2015. Dabei sollte man jedoch wissen, dass das Unternehmen immer noch in der Verlustzone operiert. Snap schloss das Vorjahr mit Gesamtverlusten in Höhe von 514 Millionen Dollar ab. Das Unternehmen investiert steigende Beträge in Forschung und Entwicklung und in Expansion, wobei seine Belegschaft im letzten Jahr um 210 Prozent gestiegen ist.

Was man bei Investitionen in den Snap-Börsengang beachten sollte:

Wenn man beim Börsengang in ein Unternehmen investieren möchte, sollte man einige wichtige Faktoren in Betracht ziehen. Und im Falle von Snap sollten Sie insbesondere die folgenden Punkte beachten:

 

  • Macht das Unternehmen Gewinne? Snap hat jedenfalls sehr hohe Einnahmen. Wie bereits erwähnt, ist das Unternehmen jedoch noch weit von der Gewinnzone entfernt. Unternehmen nutzen einen Börsengang normalerweise dazu, schnelle Einnahmen zu generieren. Snap wird diese Gelder jedoch nicht einfach nur „horten“, sondern dazu nutzen, seine Dienste weiter zu expandieren. Außerdem hat das Unternehmen verlautbaren lassen, dass es vielleicht niemals profitabel sein wird. Man kann also sicher davon ausgehen, dass es auch weiterhin Geld für die Expansion und neue Produkte ausgeben wird.
  • Welcher Anteil am Unternehmen wird angeboten? Manchmal werden Börsengänge als Exit-Strategie für frühere Investoren durchgeführt, quasi als Cash-in-Option für ihre Investitionen. Ein guter Indikator dafür, dass diese Strategie gefahren wird, ist es, wenn ein außergewöhnlich hoher Anteil des Unternehmens angeboten wird. Zum Zeitpunkt des Börsengangs wird Snap einen Wert von etwa 19,5 bis 22,2 Milliarden Dollar haben und es sollen rund 3,2 Milliarden Dollar an Geldern beschafft werden.  Es wird also kein besonders großer Anteil angeboten. Daher kann man die Exit-Strategie ausschließen.
  • Nach einem Börsengang fallen die Aktienkurse häufig: Twitter ist ein gutes Beispiel dafür. Auch dieses Unternehmen ist mit einem negativen Bilanzergebnis an die Börse gegangen. Am Tag des Börsengangs ist der Kurs zwar um rund 73 Prozent in die Höhe geschossen. Doch schon in weniger als zwei Jahren sank der Aktienkurs unter den Kurs bei Börsengang. Snap hat im Vergleich zu Twitter zum Zeitpunkt des Börsengangs weniger Einnahmen generiert und weist höhere Verluste aus. Diesen Punkt sollte man also unbedingt berücksichtigen.
  • Wer ist der Underwriter? Gerade bei Börsengängen ist es wichtig, dass man ein renommiertes Finanzinstitut als Underwriter hat. Im Falle von Snap zählt man auf das beeindruckende Prüfsiegel der beiden Finanzgrößen Morgan Stanley und Goldman Sachs, die als Underwriter fungieren.
  • Börsengänge führen zu hoher Volatilität: Bei einem Börsengang bleibt der Aktienkurs nur in den seltensten Fällen stabil. Normalerweise gibt es Bewegungen, nach oben oder nach unten. Kursschwankungen können sich schon kurz nach Börsengang ergeben. Und auch langfristig gesehen kann es zu drastischen Veränderungen kommen. Dazu ein Beispiel: Beim Börsengang von Facebook im Jahr 2012 lag sein Aktienkurs bei 38 Dollar. Heute liegt der Kurs bei 130 Dollar. Man muss also auch langfristig denken.
  • Snap hängt von Google ab: Die Snapchat-Infrastruktur baut auf den Cloud-Services von Google auf und Snap hat sich verpflichtet, in den nächsten fünf Jahren die stolze Summe von 2 Milliarden Dollar für Google-Dienste auszugeben. Diese Verpflichtung könnte sich als große Belastung für die Gewinnmargen von Snap erweisen.

Fazit: Sollte man in Snap investieren?

Der Börsengang von Snap wird häufig gemessen am Erfolg von Facebook und am Misserfolg von Twitter. Snap hofft natürlich, das nächste Facebook zu werden. Doch es gibt einige Anzeichen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass das Unternehmen noch weit von der Gewinnzone entfernt ist, die einen Twitter-Case wahrscheinlicher erscheinen lassen. Außerdem steht Snap in direktem Wettbewerb mit Facebook, genauer gesagt mit der Instagram-Funktion „Deine Story“, die direkt mit der wichtigsten Snapchat-Funktion konkurriert und einen großen Happen vom Snap-Business abgräbt. Dabei sollte man auch nicht vergessen, dass Facebook einst 3 Milliarden Dollar für die Übernahme von Snap geboten hat. Dieses Angebot wurde jedoch abgelehnt, ein Grund mehr, warum Facebook so sehr am Wettbewerb mit Snap interessiert ist.

Snap hat sich jedoch erst kürzlich als „camera company“ bezeichnet und angekündigt, dass es das Konzept der Kamera neu erfinden werde. Dies bezieht sich zwar auf die aktuellen Aktivitäten von Snap, könnte aber auch bedeuten, dass das Unternehmen an neuen Entwicklungen und innovativen Funktionen arbeitet, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen und das Unternehmen von seinen direkten Konkurrenten abheben werden. Unabhängig davon, ob der Snap-Börsengang eine Erfolgsstory wie bei Facebook oder ein Flop wie bei Twitter sein wird – für Trader wird er viele interessante Gelegenheiten bieten.

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