Dividendenaktien bleiben auch 2026 ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Anlagestrategie. Sie bieten laufende Erträge und können in einem von Konjunktur- und Zinsveränderungen geprägten Marktumfeld stabilisierend wirken. Die folgende Auswahl stellt sechs etablierte Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten und verlässlicher Dividendenhistorie vor.

Johnson & Johnson (JNJ)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Johnson & Johnson geht mit einer außergewöhnlich langen Dividendenhistorie in das Jahr 2026. Als sogenannter „Dividendenkönig“ hat das Unternehmen seine Ausschüttung seit über 60 Jahren in Folge erhöht und damit eine hohe operative Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt.

  • Stabile Dividendenrendite: Die erwartete Dividendenrendite liegt typischerweise bei rund 2,5 %. Eine moderate Ausschüttungsquote lässt weiterhin Spielraum für zukünftige Dividendenerhöhungen zu.
  • Fokussiertes Geschäftsmodell: Nach der Abspaltung des Konsumgütergeschäfts ist Johnson & Johnson heute klar auf margenstarke Bereiche wie Pharmazeutika und Medizintechnik ausgerichtet.
  • Hohe finanzielle Stabilität: Das AAA-Kreditrating unterstreicht die außergewöhnliche Stärke der Bilanz. Dadurch kann der Konzern umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung tätigen und gleichzeitig attraktive Ausschüttungen an Aktionäre aufrechterhalten.
  • Cashflow-Treiber ab 2026: Der weitere Ausbau der Produktpipelines in den Bereichen Onkologie und Immunologie dürfte ab 2026 einen wichtigen Beitrag zum freien Cashflow leisten und damit die Basis für kontinuierliche Dividendenerhöhungen stärken.
  • Defensive Eigenschaften: Die Aktie weist im Vergleich zum breiteren Gesundheitssektor eine geringere Volatilität auf und wird daher häufig als stabilisierender Baustein in einkommensorientierten Portfolios genutzt.
  • Risikofaktoren: Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit älteren Produkten bleiben ein relevanter Risikofaktor. Johnson & Johnson hat jedoch umfangreiche Rückstellungen gebildet, um mögliche Vergleichszahlungen abzufedern.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt.

Chevron (CVX)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Chevron zählt weiterhin zu den etablierten Werten für einkommensorientierte Anleger. Abhängig vom Energiepreisumfeld liegt die Dividendenrendite bei über 4,5 % und macht die Aktie zu einem wichtigen Bestandteil vieler Ertragsportfolios.

  • Langjährige Dividendenhistorie: Als Dividendenaristokrat hat Chevron seine Ausschüttung seit nahezu vier Jahrzehnten kontinuierlich erhöht. Diese Kontinuität unterstreicht die langfristige Ausrichtung auf stabile Aktionärsrenditen – auch in Phasen volatiler Rohstoffpreise.
  • Stärkung der Produktionsbasis: Die Übernahme der Hess Corporation verbessert das langfristige Produktionsprofil des Konzerns. Insbesondere Projekte in wachstumsstarken Regionen wie Guyana dürften die Cashflow-Perspektiven für 2026 stärken.
  • Disziplinierte Kapitalallokation: Chevron verfolgt eine klare Priorisierung von Dividenden und Aktienrückkäufen. Gleichzeitig hält das Unternehmen seine Verschuldung im Branchenvergleich auf einem niedrigen Niveau.
  • Cashflow-Perspektive: Unter der Annahme stabiler Ölpreise erwarten Analysten für 2026 einen soliden freien Cashflow, der die Nachhaltigkeit der quartalsweisen Ausschüttungen unterstützt.
  • Positionierung im Energiesektor: Chevron bietet Zugang zum globalen Energiemarkt mit einem Fokus auf Kapitaleffizienz und Gesamtrendite für Aktionäre.
  • Risikofaktoren: Ein zentrales Risiko stellt die globale Energiewende dar. Chevron steht vor der Herausforderung, das klassische Öl- und Gasgeschäft mit zunehmenden Investitionen in emissionsärmere Technologien in Einklang zu bringen.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt.

Coca-Cola (KO)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Coca-Cola zählt zu den bekanntesten Dividendenwerten weltweit. Als sogenannter Dividendenkönig hat das Unternehmen seine Ausschüttung seit 63 Jahren in Folge erhöht und steht damit für eine außergewöhnlich konstante Ertragsbilanz.

  • Stabile Dividendenrendite: Die Dividendenrendite bewegt sich in der Regel zwischen 2,8 % und 3,2 % und liegt damit im wettbewerbsfähigen Bereich innerhalb des globalen Konsumgütersektors.
  • Preissetzungsmacht und Margenstabilität: Trotz inflationsbedingter Kostensteigerungen gelingt es Coca-Cola dank seiner starken Marken und des globalen Vertriebsnetzes, Margen zu sichern, die kontinuierliche Dividendenausschüttungen ermöglichen.
  • „Total Beverage“-Strategie: Im Jahr 2026 liegt der Fokus verstärkt auf dem Ausbau wachstumsstarker Getränkesegmente wie Sportgetränke, Kaffee und kohlensäurehaltige Wasserprodukte, um das Portfolio breiter aufzustellen.
  • Kapitalarmes Geschäftsmodell: Durch die Zusammenarbeit mit unabhängigen Abfüllpartnern bleibt das Geschäftsmodell vergleichsweise kapitalarm. Ein hoher Anteil der Erträge kann dadurch in Dividenden an die Aktionäre fließen.
  • Defensive Eigenschaften: Coca-Cola gilt als defensiver Basiswert und zeigt historisch eine gewisse Widerstandsfähigkeit in Phasen wirtschaftlicher Abschwächung oder allgemeiner Marktkorrekturen.
  • Risikofaktoren: Ein relevanter Risikofaktor sind Währungsschwankungen, da ein erheblicher Teil der Umsätze und Gewinne außerhalb der USA erwirtschaftet wird und somit vom Wechselkurs des US-Dollars beeinflusst werden kann.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt.

Verizon (VZ)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Verizon wird häufig wegen seines hohen Ausschüttungsniveaus ausgewählt und geht mit einer erwarteten Dividendenrendite von über 6,5 % in das Jahr 2026.

  • Langjährige Dividendenkontinuität: Der Telekommunikationskonzern hat seine Dividende seit 19 Jahren in Folge erhöht – die derzeit längste Serie innerhalb der US-Mobilfunkbranche.
  • Planbare Ertragsbasis: Das Geschäftsmodell basiert auf essenziellen Dienstleistungen und wiederkehrenden monatlichen Abonnementerlösen. Diese sorgen für gut kalkulierbare Cashflows, mit denen die Dividendenzahlungen abgesichert werden.
  • 5G und Fixed Wireless Access: Im Jahr 2026 liegt der strategische Fokus weiterhin auf dem Ausbau des 5G-Netzes sowie auf dem Geschäft mit stationärem Funkinternet (Fixed Wireless Access), das zunehmend zu den Umsätzen beitragen soll.
  • Defensive Einordnung: Für viele Privatanleger fungiert die Aktie als eine Art „Anleihen-Ersatz“, da die laufenden Erträge deutlich über den Zinsen klassischer Sparprodukte liegen.
  • Wettbewerbsumfeld: Der intensive Wettbewerb im US-Telekommunikationsmarkt bleibt ein relevanter Faktor und könnte die Spielräume für Preisanpassungen im Mobilfunkgeschäft begrenzen.
  • Risikofaktoren: Ein zentrales Thema bleibt die hohe Verschuldung des Unternehmens. Verizon plant, überschüssige Mittel vorrangig für den Schuldenabbau zu verwenden, was den finanziellen Spielraum für künftige Dividendenerhöhungen einschränken könnte.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt.

Caterpillar (CAT)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Caterpillar zählt zu den weltweit führenden Industrieunternehmen und hat sich mit über 30 aufeinanderfolgenden Jahren steigender Dividenden den Status eines Dividendenaristokraten erarbeitet.

  • Dividendenprofil: Die Dividendenrendite liegt typischerweise im Bereich von etwa 1,0 % bis 1,5 % und fällt damit vergleichsweise moderat aus. Dafür weist Caterpillar ein überdurchschnittliches Dividendenwachstum auf, das langfristig orientierten Anlegern zugutekommt.
  • Profiteur globaler Infrastrukturinvestitionen: Als zentraler Ausrüster für Bau-, Infrastruktur- und Bergbauprojekte ist Caterpillar gut positioniert, um von langfristigen Investitionsprogrammen weltweit zu profitieren, die auch 2026 eine wichtige Rolle spielen.
  • Konservative Ausschüttungspolitik: Die Ausschüttungsquote bleibt bewusst niedrig, sodass Dividenden selbst in zyklisch schwächeren Phasen des Industriesektors solide durch Gewinne abgesichert sind.
  • Digitalisierung und wiederkehrende Erlöse: Der zunehmende Einsatz von Automatisierung, datenbasierten Services und digitalen Plattformen stärkt margenstarke, wiederkehrende Umsätze und schafft eine stabilere Basis für zukünftige Ausschüttungen.
  • Aktienrückkäufe als Ergänzung: Neben der Dividende setzt Caterpillar regelmäßig auf umfangreiche Aktienrückkaufprogramme, was die Gesamtrendite für langfristige Aktionäre zusätzlich erhöhen kann.
  • Risikofaktoren: Caterpillar ist stark von der globalen Konjunktur abhängig. Die Nachfrage nach Maschinen korreliert eng mit dem weltweiten Wirtschaftswachstum sowie der Entwicklung von Rohstoff- und Infrastrukturmärkten, was zu erhöhter Zyklik führen kann.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt.

McDonald’s (MCD)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

McDonald’s steht 2026 voraussichtlich vor einem historischen Meilenstein: Mit 50 aufeinanderfolgenden Jahren steigender Dividenden würde der Konzern den Status eines Dividendenkönigs erreichen.

  • Stabiles Dividendenprofil: Die Dividendenrendite bewegt sich in der Regel zwischen etwa 2,2 % und 2,4 %. Grundlage dafür ist das hochprofitable, franchisebasierte Geschäftsmodell mit planbaren Einnahmen.
  • Immobilienbasierte Cashflows: Ein wesentlicher Stabilitätsfaktor ist der umfangreiche Immobilienbesitz. McDonald’s erzielt einen bedeutenden Teil seiner Einnahmen aus Mieten der Franchisenehmer, was zu deutlich stabileren Cashflows führt als bei klassischen Restaurantbetreibern.
  • Digitale Wachstumsstrategie: Mit der Strategie „Accelerating the Arches“ hat McDonald’s den digitalen Vertrieb, Mobile Ordering und Lieferdienste erfolgreich ausgebaut. Diese Bereiche sollen auch 2026 zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählen.
  • Defensive Eigenschaften: McDonald’s gilt als defensiver Wachstumswert. In wirtschaftlich schwächeren Phasen profitieren die Restaurants häufig von einer höheren Nachfrage preisbewusster Konsumenten.
  • Aktienrückkäufe: Regelmäßige Aktienrückkaufprogramme reduzieren die Anzahl ausstehender Aktien, was das Ergebnis je Aktie stärkt und die Grundlage für weitere Dividendenerhöhungen unterstützt.
  • Risikofaktoren: Zu den relevanten Risiken zählen steigende Lohnkosten sowie schwankende Preise für Lebensmittel. Aufgrund seiner globalen Größe und Skaleneffekte ist McDonald’s jedoch in der Lage, Lieferketten- und Kostendruck vergleichsweise gut zu managen.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt.

Fazit

Dividenden-Investments gehen im Jahr 2026 über die reine Suche nach hohen Renditen hinaus. Entscheidend sind Unternehmen mit stabiler Ertragskraft und verlässlichen Cashflows, die Ausschüttungen langfristig tragen und weiterentwickeln können.

Eine sorgfältige Analyse, realistische Erwartungen sowie eine breite Diversifikation bleiben selbstverständlich zentrale Elemente einer nachhaltigen Einkommensstrategie.

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