Wachstumsaktien sind die Vermögenswerte von Unternehmen, deren Umsätze und Gewinne überdurchschnittlich schnell zulegen. Sie bieten langfristig attraktive Chancen, gehen jedoch häufig mit stärkeren Kursschwankungen einher als der Gesamtmarkt.
Die folgende Auswahl umfasst Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Finanzen und Gesundheitswesen, die strukturelle Wachstumstrends nutzen und für das Jahr 2026 gut positioniert erscheinen. Sie zeigt, wo sich im wachstumsorientierten Aktiensegment potenzielle Chancen ergeben können.
Meta Platforms (META)

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Meta Platforms geht mit einer starken Position im Bereich KI-gestützter Werbung in das Jahr 2026. Durch den Einsatz der eigenen Llama-Sprachmodelle konnte das Unternehmen die Anzeigenleistung messbar steigern – bei zahlreichen Werbepartnern erhöhten sich die Konversionsraten um mehr als 20 %.
- Breite Nutzerbasis als Wettbewerbsvorteil: Die sogenannten Family of Apps erreichen täglich über 3,3 Milliarden aktive Nutzer. Diese enorme Reichweite bildet die Grundlage für datengetriebene Optimierungen und unterstützt das margenstarke digitale Werbegeschäft.
- Hohe KI-Investitionen: Für 2026 werden Kapitalausgaben von bis zu 100 Milliarden US-Dollar erwartet, rund 30 Milliarden mehr als zuvor prognostiziert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Rechenkapazitäten, um die eigene Position im Open-Source-KI-Ökosystem weiter zu stärken.
- Starke Cashflow-Entwicklung: Meta hat sich zu einem bedeutenden freien-Cashflow-Erzeuger entwickelt. Analysten rechnen für die kommenden vier Jahre mit einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstum von rund 12,5 %.
- WhatsApp als Wachstumskanal: Bis 2026 sollen KI-Agenten auf WhatsApp schrittweise ausgebaut werden. Ziel ist es, den Markt für Business-Messaging zu erschließen, dessen Volumen auf über 10 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.
- Reality Labs als Unsicherheitsfaktor: Der Geschäftsbereich Reality Labs bleibt ein spekulatives Wachstumsfeld. Für 2025 werden weiterhin hohe Verluste erwartet, während Investoren verstärkt auf Fortschritte bei Produkten wie Quest 3 und AR-Brillen achten, um eine Perspektive Richtung Profitabilität zu erkennen.
- Risikofaktoren: Zu den zentralen Risiken zählen regulatorische Vorgaben in Europa und dem Vereinigten Königreich, insbesondere im Zusammenhang mit dem Digital Markets Act (DMA). Zudem unterstreicht die erhöhte Kursvolatilität gegen Ende 2025 die Unsicherheit darüber, in welchem Umfang sich die umfangreichen Investitionen in neue Geschäftsfelder langfristig monetarisieren lassen.
Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Das ist keine Anlageberatung.
Adyen (ADYEN.AS)

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Adyen ist ein international tätiger Zahlungsdienstleister mit Sitz in den Niederlanden und bietet eine einheitliche Plattform für weltweite Transaktionen – unabhängig davon, ob diese online, mobil oder am stationären Point of Sale erfolgen.
- Eigener Technologie-Stack: Das Unternehmen setzt vollständig auf selbst entwickelte Software. Dadurch kann Adyen Transaktionsdaten effizienter auswerten und schneller in operative Verbesserungen umsetzen als Wettbewerber, die auf ältere, fragmentierte Systeme angewiesen sind.
- Embedded Finance als Wachstumstreiber: Für das Jahr 2026 gewinnt der Bereich der sogenannten eingebetteten Finanzdienstleistungen weiter an Bedeutung. Große Plattformen wie eBay oder Uber können mithilfe von Adyen eigene Zahlungs- und Bankfunktionen direkt in ihre Angebote integrieren.
- Fokus auf Großkunden: Adyen richtet sich gezielt an große internationale Unternehmenskunden. Dieser Ansatz sorgt für besser planbare Zahlungsvolumina und ein stabileres Wachstum im Vergleich zu Anbietern, die stark vom kleinteiligen Händlergeschäft abhängig sind.
- Organisches Wachstum: Das Unternehmen verfolgt überwiegend eine organische Wachstumsstrategie und verzichtet weitgehend auf größere Übernahmen. Dadurch werden Integrationsrisiken vermieden und die operative Komplexität begrenzt.
- Risikofaktoren: Ein zunehmender Wettbewerbsdruck, insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt, stellt einen relevanten Risikofaktor dar. Der intensive Wettbewerb digitaler Zahlungsdienstleister könnte mittelfristig zu Margenbelastungen führen.
Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Das ist keine Anlageberatung.
Novo Nordisk (NVO)

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Novo Nordisk ist ein bedeutender Anbieter im globalen Markt für Adipositas-Behandlungen, der bis 2030 auf ein Volumen von rund 100 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist dabei eng mit langfristigen Entwicklungen im Bereich metabolischer Erkrankungen verknüpft.
- Diversifizierte Forschungspipeline: Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden kontinuierlich ausgeweitet. Ein Schwerpunkt liegt auf spätphasigen Studien zu oralen GLP-1-Therapien, die im Vergleich zu Injektionen eine höhere Anwendungsfreundlichkeit für Patienten bieten sollen.
- Stabiles Kerngeschäft: Mit einem globalen Marktanteil von rund 43 % im Insulinsegment verfügt Novo Nordisk über ein verlässliches Basisgeschäft. Diese Einnahmen dienen als finanzielle Grundlage für Investitionen in neue Therapieformen im Bereich Stoffwechselerkrankungen.
- Kapitalallokation und Effizienz: Parallel zu umfangreichen Investitionen in Produktionskapazitäten arbeitet das Unternehmen an einer Straffung der Kostenstruktur, unter anderem durch Anpassungen bei den Mitarbeiterzahlen. Die Effizienz der Kapitalnutzung spiegelt sich in einer annualisierten Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) von zuletzt 14,85 % wider.
- Wachstumsperspektiven: Analysten erwarten 2026 ein durchschnittliches Gewinnwachstum je Aktie (EPS) von rund 13,6 %, getragen durch die Erschließung neuer Märkte und die Ausweitung des Produktportfolios in Schwellenländern.
- Risikofaktoren: Zu den wesentlichen Risiken zählen mögliche Preisverhandlungen im US-Gesundheitssystem, insbesondere im Rahmen von Medicare, sowie potenzielle Engpässe in den Lieferketten, die das kurzfristige Mengenwachstum begrenzen könnten.
Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Das ist keine Anlageberatung.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSM)

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) ist der weltweit führende Auftragsfertiger für hochentwickelte Halbleiter und produziert einen Großteil der modernsten Chips. Damit nimmt das Unternehmen eine zentrale Rolle innerhalb der globalen Halbleiter- und KI-Wertschöpfungskette ein.
- Meilenstein 2-Nanometer-Technologie: Das Jahr 2026 gilt als entscheidend für den Übergang zur Serienfertigung von 2-nm-Chips (N2). Führende Kunden wie Apple und NVIDIA haben sich bereits einen großen Teil der anfänglichen Produktionskapazitäten für ihre nächste Prozessorgeneration gesichert.
- Erwartete Umsatzdynamik: Für 2026 wird ein Umsatzwachstum von rund 22 % erwartet. Unterstützt wird diese Entwicklung durch eine Erholung der globalen Märkte für Smartphones und PCs sowie eine anhaltend hohe Nachfrage nach leistungsfähigen Chips.
- Margen trotz hoher Investitionen: TSMC weist weiterhin hohe operative Margen auf, die sich typischerweise im Bereich von 40 % bis 50 % bewegen – und zwar trotz jährlicher Investitionen von über 30 Milliarden US-Dollar in neue Fertigungsanlagen.
- Ausbau der Advanced-Packaging-Kapazitäten: Parallel zur Chipfertigung erweitert TSMC seine Kapazitäten im Bereich Advanced Packaging (CoWoS). Hintergrund ist unter anderem die langfristige Auslastung großer Teile dieser Kapazitäten durch Kunden wie NVIDIA bis mindestens 2027.
- Dividendenprofil: TSMC weist auch im Vergleich zu anderen Wachstumsunternehmen eine laufende Dividendenrendite auf, die eine Kombination aus Ertrags- und Wachstumsaspekten ermöglicht.
- Risikofaktoren: Ein zentrales Risiko bleibt die geografische Konzentration der Fertigung. Zur Risikostreuung investiert TSMC jedoch umfangreich in neue Standorte, darunter Projekte in den USA (Arizona), Deutschland und Japan, die schrittweise bis 2027 in Betrieb gehen sollen.
Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Das ist keine Anlageberatung.
ASML (ASML)

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
ASML Holding ist weltweit der einzige Hersteller von EUV-Lithografiesystemen, die für die Produktion modernster Halbleiter unverzichtbar sind. Diese Anlagen kosten je nach Ausführung rund 150 bis 350 Millionen Euro pro Einheit und bilden die technologische Grundlage für fortschrittliche Chipfertigung. ASML ist zudem das wertvollste Technologieunternehmen Europas und verfolgt eine kontinuierliche Kapitalrückführung über Aktienrückkäufe.
- High-NA EUV als technologischer Schwerpunkt: Der Ausblick für 2026 wird maßgeblich durch den Hochlauf der nächsten EUV-Generation geprägt. High-NA-Systeme bieten eine um rund den Faktor 1,7 höhere Auflösung und ermöglichen eine deutlich höhere Transistordichte auf zukünftigen Chipgenerationen.
- Umsatzentwicklung nach Übergangsjahren: Nach einem als Übergangsphase eingeordneten Jahr 2024 rechnet ASML damit, dass die Umsätze 2026 etwa auf dem Niveau von 2025 liegen und sich im oberen Bereich der langfristigen Umsatzspanne von 30 bis 40 Milliarden Euro bewegen. Hintergrund ist der Eintritt neuer globaler Halbleiterfabriken in die Ausrüstungs- und Installationsphase.
- Servicegeschäft als Stabilitätsfaktor: Ein wachsender Teil der Erlöse stammt aus dem margenstarken Servicegeschäft. Die Wartung und Betreuung von mehr als 400 weltweit installierten EUV-Systemen sorgt für wiederkehrende Einnahmen mit hoher Planbarkeit.
- Marktstellung im High-End-Segment: ASML verfügt im Bereich hochentwickelter Lithografiesysteme über einen Marktanteil nahe 100 %. Wettbewerber wie Nikon oder Canon konnten diese technologische Lücke bislang nicht schließen.
- Risikofaktoren: Ein wesentliches Risiko stellen exportpolitische Beschränkungen dar, insbesondere im Zusammenhang mit China. Der Anteil Chinas am Systemumsatz ging bereits von rund 29 % im Jahr 2023 auf etwa 20 % im Jahr 2025 zurück und bleibt ein relevanter Einflussfaktor für die regionale Umsatzverteilung.
Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Das ist keine Anlageberatung.
SentinelOne (S)

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
SentinelOne ist ein wachstumsorientierter Anbieter im Bereich Cybersicherheit. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (Annual Recurring Revenue, ARR) haben zuletzt die Marke von 1 Milliarde US-Dollar überschritten und wachsen derzeit mit rund 23 % im Jahresvergleich.
- KI-gestützte Sicherheitsplattform: Die Singularity Platform nutzt Künstliche Intelligenz zur automatisierten Erkennung und Abwehr von Bedrohungen. In aktuellen Bewertungen von MITRE Engenuity erzielte die Plattform eine vollständige Schutzbewertung.
- Dynamik im Cloud-Security-Segment: SentinelOne gewinnt zunehmend Marktanteile im Bereich Cloud Security. Insbesondere die Lösung Singularity Cloud Workload Security verzeichnet ein starkes Wachstum und trägt zur Ausweitung der wiederkehrenden Erlöse bei.
- Verbesserte Margenstruktur: Die Bruttomargen haben sich in den vergangenen zwei Jahren um mehr als 1.000 Basispunkte verbessert und erreichten im vierten Quartal 2025 zuletzt 77,5 %. Das unterstreicht den Fortschritt bei Skalierung und Kosteneffizienz.
- Fokus auf Profitabilität: Für das Jahr 2026 richten Investoren ihren Blick auf den möglichen Übergang zur Profitabilität nach GAAP-Standard. Ein solcher Schritt würde den Wandel von einem stark wachstumsorientierten Anbieter hin zu einem reiferen Softwareunternehmen markieren.
- Struktureller Rückenwind für Cybersicherheit: Cybersicherheit gilt zunehmend als nicht verzichtbarer Bestandteil von IT-Budgets. Für 2026 wird erwartet, dass Unternehmen ihre Ausgaben für Sicherheitslösungen im Durchschnitt um 10 % bis 15 % erhöhen.
- Risikofaktoren: Der Wettbewerbsdruck bleibt hoch, insbesondere durch etablierte Anbieter wie CrowdStrike und Microsoft. Das weitere Wachstum von SentinelOne hängt maßgeblich davon ab, Marktanteile im Mid-Market-Segment sowie bei Managed Service Providern (MSPs) auszubauen.
Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Das ist keine Anlageberatung.
Fazit
Wachstumsinvestments im Jahr 2026 erfordern einen klaren Fokus auf Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen („Moats“), die ihre Marktposition langfristig absichern können.
Gleichzeitig reagieren Wachstumsaktien sensibel auf Zinsänderungen und makroökonomische Entwicklungen. Eine sorgfältige Analyse sowie eine breite Diversifikation bleiben daher zentrale Voraussetzungen für einen ausgewogenen, wachstumsorientierten Ansatz.
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