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AMD

Advanced Micro Devices Inc

91.53 2.78 (3.13%)
Verzögerte Preise durch NASDAQ, in USD Markt geschlossen
Traden
V
91.39
K
91.57

Übersicht

Vorheriger Schlusskurs91.53
Tagesvolatilität88.34 - 91.97
52-Wochen-Bereich36.77 - 99.12
Durchschn. Vol. (3M)46.46M
1-Jahres-Rendite77.87%
Beta1.393
Marktkapitalisierung110.08B
KGV126.35
Umsatz8.65B
Gewinn je Aktie0.7244
Dividende (Ertrag)0 (0%)
1 Tag 1 Woche 1 Monat 3 Monate 6 Monate 1 Jahr 3 Jahre Max
Chart-Zeiten in UTC
Industrie Semiconductors
CEO Lisa T. Su, PhD
Mitarbeiter 11,400

FINANZIELLE ECKDATEN

Im Geschäftsjahr mit Ende 31/12/2019: Umsatzerlöse von Advanced Micro Devices Inc increased am 3.95% und betrugen 6.73B. Nettoeinnahmen increased am 1.19% bis 341.00M. Nettovermögen increased am 123.30% bis 2.83B und EPS decreased von 0.32 bis 0.30.
Die Investorenbeziehungen von AMD
ErfolgsrechnungBilanzKapitalflussrechnung
Vierteljährlich
Bruttomarge
44.48%
Nettogewinnmarge
-0.50%
Operative Gewinnmarge
13.40%
Kapitalrendite
-1.17%
12/19
03/20
06/20
09/20
Gesamteinnahmen
2.13B
1.79B
1.93B
2.8B
Bruttogewinn
950M
818M
848M
1.23B
Betriebliche Erträge
360M
177M
173M
449M
Nettoeinkommen
170M
162M
157M
390M

Profil

Investieren in AMD: Was man bedenken sollte

Der Halbleiterriese Advanced Micro Dynamics (AMD) besteht zwar bereits seit fast 50 Jahren, ist aber bei seinen beiden Hauptproduktkategorien – CPUs und GPUs – kein Marktführer. Die allgemeine Meinung zu dem Unternehmen ist, dass es Produkte mit leicht geringerer Leistung zu erheblich niedrigeren Preisen anbietet. Nachdem der Aktienkurs von AMD mehrere Jahre lang in Schwierigkeiten war, vervierfachte er sich 2016.


Bei GPUs ist NVIDIA - das Unternehmen gilt als Marktführer - der wichtigste Wettbewerber von AMD. NVIDIA hat zwar das obere Marktsegment fest im Griff, AMD stellt aber wegen seines überragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses eine beträchtliche Konkurrenz bei all jenen dar, die PCs mit hoher Leistungsfähigkeit kostengünstig herstellen möchten.


Bei CPUs ist sein Hauptwettbewerber Intel, ein Unternehmen, das bei Chips für PCs, Laptops und Server einen Marktanteil von fast 95 % hat. Man könnte das zwar als Nachteil ansehen, es besagt aber hauptsächlich, dass jede kleine Steigerung des Marktanteils die Umsätze von AMD dramatisch erhöhen kann. Beispielsweise wird geschätzt, dass AMD bei Erreichen eines Marktanteils bei den drei erwähnten Marktsegmenten von 5 % seinen Umsatz um 1,5 Mrd. USD steigern könnte. Der Leistungsunterschied zwischen den Chips der beiden konkurrierenden Unternehmen wird zunehmend geringer, während die Preise bei AMD weiterhin niedriger bleiben.


Wer sollte AMD in sein Portfolio aufnehmen?

  1. Trader, die im Technologiesektor investieren möchten: Da AMD bereits seit fast 50 Jahren im Technologiesektor tätig ist und 2016 ein eindrucksvolles Wachstum gezeigt hat, könnte das Unternehmen für diejenigen eine gute Wahl sein, die in den Sektor als Ganzes vertrauen.

  2. Thematisches Investieren in die Spielebranche: Angefeuert durch verhältnismäßig neue Trends, wie beispielsweise eSports, wächst die Branche der PC-Spiele ständig. Deshalb könnten sich mehr Menschen für die preiswerten Lösungen bei Computer-Grafikbeschleunigern entscheiden, die AMD zu bieten hat.

  3. Intel- und NVIDIA-Investoren: Da beide Unternehmen im direkten Wettbewerb mit AMD stehen und AMD sich möglicherweise einen Teil des Marktanteils der beiden Unternehmen sichert, könnte ein Investment in AMD ein Sicherungsinstrument für diejenigen sein, die in die anderen aktiven Unternehmen der Halbleiterherstellung investieren.

  4. Tag-Trader: AMD bringt ständig neue Produkte auf den Markt und stellt sowohl für Long-Positionen als auch für Short-Positionen möglicherweise Chancen dar.


Welche Faktoren beeinflussen den Aktienkurs von AMD?

Zwar gelten die Produkte von AMD als etwas weniger leistungsfähig bei niedrigeren Preisen, dieser Trend könnte sich jedoch in den kommenden Jahren umkehren. Das Unternehmen ist ständig dabei, neue Chips zu entwickeln, und könnte möglicherweise einen Prozessor auf den Markt bringen, der diejenigen seiner Hauptwettbewerber überflügelt, könnte die Preise aber auf erschwinglichem Niveau halten. Das Unternehmen plant 2017 die Markteinführung eines Prozessors, der eine höhere Leistung bietet als die beste CPU von Intel, aber zu einem Bruchteil der Kosten.


Da der Marktanteil von AMD vergleichsweise klein ist, allerdings bei einer Marktkapitalisierung, die in die Milliarden geht, bedeutet jede kleine Steigerung des Marktanteils einen vergleichsweise großen Anstieg des Umsatzes. Deshalb könnten die Aktien von AMD möglicherweise beträchtliche Kursveränderungen erleben, während die Konkurrenz mit Intel und NVIDIA anhält.


Die erklärte Mission von AMD ist, den PC-Markt durch das Angebot preisgünstiger Hochleistungschips aufzubrechen. Beispielsweise kostet der 8-Core-Prozessor des Unternehmens, Ryzen, in den USA im Einzelhandel 499 USD, was die Hälfte des Preises des Pendants von Intel darstellt. Bei Tests, die Anfang 2017 durchgeführt wurden, schnitt der Ryzen sogar besser ab als der i7-Core-Prozessor von Intel.


Investoren, die Aktien von AMD kaufen möchten, sollten den kometenhaften Kursanstieg des Unternehmens 2016 und Anfang 2017 berücksichtigen. Zwar könnte das ein Indikator für anhaltendes Wachstum und weitere Kursanstiege sein, einige Analysten prognostizieren aber, der Aktienkurs von AMD habe seinen Gipfel erreicht. Angesichts so vieler potenzieller Innovationen auf dem sich ständig weiterentwickelnden PC-Markt ist dieses Marktsegment andererseits alles andere als stagnierend.


AMD-Aktie: ein fortwährender Kampf

Zusätzlich zum Wettbewerb mit Intel bei PC-Prozessoren und mit NVIDIA bei Grafikprozessoren wirken sich auf den Aktienkurs von AMD auch Rechtsstreitigkeiten aus. Im Jahr 2006 hatte AMD ATI Technologies erworben und damit zugleich das Eigentum an mehreren Patenten. Anfang 2017 behauptete das Unternehmen jedoch, mehrere große Unternehmen, darunter LG, würden diese Patente in ihren Prozessoren verwenden. Die American International Trade Commission / ITC (amerikanische Bundesbehörde für den Außenhandel) akzeptierte die anfängliche Beanstandung durch AMD und begann mit Untersuchungen der Angelegenheit. Sollte AMD diesen Rechtsstreit gewinnen, könnte das sowohl höhere Umsätze aufgrund von Lizenzzahlungen der Unternehmen, die diese Patente verwenden, bedeuten, als auch – in dem unwahrscheinlichen Fall, dass diese Unternehmen aufhören sollten, diese Technologien zu verwenden – ein neues Marktsegment für AMD durch Ausnutzung der bestehenden Patente.


Darüber hinaus könnte AMD auf dem Gebiet des Preis-Leistungs-Verhältnisses weiter punkten. Zwar liegt der Schwerpunkt des Wettbewerbs zwischen AMD und seinen Wettbewerbern im Segment der Hochleistungsprozessoren, es könnten aber die Prozessoren im unteren und mittleren Segment sein, die sich positiv auf die Rentabilität von AMD auswirken. Die Mehrzahl der Verbraucher präferieren nicht die Spitzenprozessoren, vielmehr entscheiden sie sich für preisgünstigere Alternativen. Da immer mehr Verbrauchern bewusst wird, dass AMD grundsätzlich ein viel günstigeres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, könnte sich der Marktanteil des Unternehmens ausweiten.


Geschichte von AMD

AMD ist bereits seit geraumer Zeit auf dem Markt. In den späten 1960er Jahren verließen einige Spitzeningenieure den damaligen Marktführer Fairchild Semiconductor. Während die erste Gruppe, die ausschied, unter der Führung von Robert Noyce Intel gründete, gründete die zweite Gruppe unter der Führung von Jerry Sanders AMD. Die beiden Unternehmen etablierten sich in der Halbleiterbranche als Weltmarktführer und gingen in den frühen 1980er Jahren sogar eine Partnerschaft auf 10 Jahre ein.


Im Lauf der Zeit entwickelten sich die beiden Unternehmen allerdings zu erbitterten Wettbewerbern, und als der PC stärkere Verbreitung fand, wurde Intel der dominierende Marktführer. AMD fuhr mit der Herstellung fort und begann, sich auf andere Märkte zu konzentrieren, beispielsweise, neben CPUs, auf Grafikprozessoren. In den letzten Jahren hat AMD durch sein sich ständig verbesserndes Produktangebot größere Aufmerksamkeit erregt und 2016 eine Vervierfachung seines Aktienkurses erlebt.


Schlussfolgerung: Jeder kleine Schritt wird ein großer Sprung sein

2017 etablierte sich AMD als eine Marke, die Produkte mit einer etwas niedrigeren Leistung, aber zu einem Bruchteil der Kosten der Wettbewerber anbietet. Allerdings unternimmt das Unternehmen Anstrengungen, auf neues Gebiet vorzustoßen, indem es versucht, Produkte zu entwickeln, die denen von Intel und NVIDIA ebenbürtig sind oder diese sogar überflügeln. Wenn AMD seine Versprechen wahrmachen kann und seine Preise konkurrenzfähig hält, könnte das Unternehmen seinen Marktanteil steigern. Da der Markt, auf dem AMD tätig ist, von seinen beiden Hauptwettbewerbern dominiert wird, würde jede kleine Steigerung des Marktanteils einen beträchtlichen Schub für seinen Umsatz bedeuten.


*Dieser Inhalt ist nur zur Information und für Ausbildungszwecke gedacht und sollte nicht als Anlageberatung oder als Investmentempfehlung verstanden werden.
*Eine Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt nicht auf zukünftige Ergebnisse schließen. Trading birgt Risiken. Riskieren Sie nur Kapital, dessen Verlust Sie verkraften könnten.