Anleger, die sich fragen, welche Aktien sie für das Jahr 2026 auswählen sollen, stehen vor der Herausforderung, zahlreiche Trends zu berücksichtigen, die die Weltwirtschaft beeinflussen. Die folgenden Aktien sind im neuen Jahr am besten positioniert, um den Markt zu übertreffen, da geopolitische Neuausrichtungen und neue Technologien ihren Einfluss auf die Märkte weiter ausbauen.

Microsoft (MSFT)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Beeindruckende Kursgewinne in drei aufeinanderfolgenden Jahren seit 2022 haben bestehende Aktionäre von Microsoft (MSFT) erfreut. Doch auch für Neueinsteiger bleibt die Aktie interessant: Das Unternehmen zeigt zunehmend, dass es Fortschritte in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Cloud erfolgreich in nachhaltige Umsätze umwandeln kann.

  • Wachstum im Geschäftsjahr 2026: Analysten blicken mit hohen Erwartungen auf das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die durchschnittlichen Umsatzschätzungen liegen bei 64,51 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn je Aktie (EPS) auf 3,11 US-Dollar prognostiziert wird.
  • Starke Position im Cloud-Geschäft: Die Sparte Microsoft Cloud bleibt der wichtigste Wachstumstreiber des Konzerns. Der Umsatz erreichte zuletzt 46,7 Milliarden US-Dollar und lag damit rund 27 % über dem Vorjahreswert.
  • Massive Investitionen in KI-Infrastruktur: Microsoft baut seine KI-Kapazitäten konsequent aus. Allein für das erste Quartal 2026 werden Investitionsausgaben von rund 30 Milliarden US-Dollar erwartet, insbesondere für Rechenzentren und leistungsfähige GPUs.
  • Optimistisches Bewertungsszenario: Mehrere führende Analysten an der Wall Street sehen langfristig sogar das Potenzial für eine Marktbewertung von bis zu 5 Billionen US-Dollar im Jahr 2026. Grundlage dafür sind die ambitionierte KI-Strategie und die hohe operative Effizienz des Unternehmens.
  • Copilot als neuer Umsatztreiber: Ein entscheidender Faktor für weiteres Wachstum ist die zunehmende Nutzung kostenpflichtiger KI-Assistenten (Copilot) innerhalb der Microsoft-365-Produkte. Dadurch entsteht eine neue, wiederkehrende Einnahmequelle.
  • Technische Perspektive: Die Aktie bewegte sich zuletzt in einer Konsolidierungsphase. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei etwa 632,24 US-Dollar und deutet auf weiteres Aufwärtspotenzial gegenüber dem Niveau von 2025 hin.
  • Verlässliche Ergebnisentwicklung: Microsoft startet ins Jahr 2026 mit einer starken Erfolgsbilanz: In acht aufeinanderfolgenden Quartalen wurden die Gewinnschätzungen übertroffen – ein Zeichen für die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie.
  • Risikofaktoren: Trotz der positiven Aussichten könnten viele Erwartungen an das KI- und Cloud-Wachstum bereits im Aktienkurs enthalten sein. Weitere Risiken ergeben sich aus den hohen Investitionssummen, dem intensiven Wettbewerb sowie einer zunehmenden regulatorischen Kontrolle.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Keine Anlageberatung.

Amazon (AMZN)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Für das Jahr 2026 erwarten Analysten, dass sich verschiedene Geschäftsbereiche von Amazon gemeinsam auf die Unternehmensentwicklung auswirken. Während im E-Commerce-Geschäft Effizienzverbesserungen im Fokus stehen, bleibt der Cloud-Bereich AWS ein zentraler Faktor im Zusammenhang mit dem strukturellen Wachstum von Cloud- und KI-Anwendungen.

  • Dynamik bei AWS: Analysten an der Wall Street gehen davon aus, dass sich das Umsatzwachstum von AWS bis 2026 wieder auf über 35 % beschleunigen könnte – nach rund 20 % Ende 2025. Treiber dafür ist vor allem der Übergang generativer KI-Anwendungen in den produktiven Einsatz.
  • Kursziele: Das mittlere Analysten-Kursziel für die Amazon-Aktie liegt bei etwa 297 US-Dollar. In besonders optimistischen Szenarien wird sogar ein Kursniveau von bis zu 340 US-Dollar bis Ende 2026 für möglich gehalten.
  • Margenstarkes Werbegeschäft: Das Werbesegment ist inzwischen Amazons drittgrößter Geschäftsbereich und zeichnet sich durch hohe Margen aus. Im zweiten Quartal 2025 lag das Wachstum dieses Segments bei 24 % im Jahresvergleich.
  • Vorteil durch eigene Chips: Zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung setzt Amazon verstärkt auf eigene KI-Chips wie Trainium2. Partner wie Anthropic planen, bis 2026 Modelle auf Chip-Clustern mit mehr als einer Million Einheiten zu trainieren.
  • Effizienz im E-Commerce: Die Einführung des KI-Shopping-Assistenten Rufus soll die Abschlussquoten im Online-Handel verbessern und dadurch zusätzliche jährliche Umsätze von über 10 Milliarden US-Dollar generieren.
  • Starker Cashflow: Im letzten Quartalsbericht verfügte Amazon über liquide Mittel und Wertpapiere in Höhe von 93,1 Milliarden US-Dollar. Zusammen mit einem operativen Cashflow von 121,1 Milliarden US-Dollar (aus Sicht der letzten zwölf Monate) bietet dies finanziellen Spielraum für weitere Investitionen in Zukunftsbereiche.
  • Risikofaktoren: Die Amazon-Aktie war in der Vergangenheit volatiler als der Gesamtmarkt. Besonders in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit kann es für Anleger schwieriger sein, investiert zu bleiben, da der Kurs dann häufig stärker nach unten reagiert, wenn Zweifel am zukünftigen Gewinnwachstum aufkommen.

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Nvidia (NVDA)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Nvidia nimmt im Bereich spezialisierter KI-Chips weiterhin eine zentrale Rolle ein. Die aktuelle Blackwell-Architektur führt weltweit zu neuen Investitionen in Rechenzentrumsinfrastruktur. Ein wesentlicher Faktor für die Marktposition des Unternehmens ist das etablierte Software-Ökosystem CUDA, das eine hohe Kundenbindung schafft und den Wechsel zu alternativen Hardwareplattformen erschwert.

  • Sovereign AI: Nvidia erweitert seine Aktivitäten im Bereich staatlicher KI-Infrastruktur. Dabei unterstützt das Unternehmen Länder und Regionen beim Aufbau eigener Rechenkapazitäten, um deren technologische Eigenständigkeit zu stärken.
  • Wachstumsmärkte Automotive und Robotik: Neben dem klassischen Geschäft mit Rechenzentrums-Chips gewinnen Anwendungen in den Bereichen autonomes Fahren und Robotik zunehmend an Bedeutung und eröffnen langfristige Entwicklungsperspektiven.
  • Bewertung im Kontext des Wachstums: Trotz einer im Marktvergleich erhöhten Bewertung ist das Gewinnwachstum von Nvidia in den vergangenen Jahren stärker ausgefallen als erwartet. Im Jahr 2025 bewegte sich das PEG-Verhältnis zwischen 0,72 und 1,72 – eine Kennzahl, die für wachstumsorientierte Anleger eine wichtige Orientierung darstellt.
  • Risikofaktoren: Handelspolitische Beschränkungen bleiben für Nvidia ein relevanter Risikofaktor. Geopolitische Spannungen könnten den Export moderner Chips in bestimmte Regionen weiterhin einschränken und damit Einfluss auf die zukünftige Umsatzentwicklung nehmen.

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Siemens (SIE.DE)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Siemens spielt eine zentrale Rolle in den Bereichen industrielle Automatisierung und digitale Transformation – zwei Faktoren, die für die Modernisierung der europäischen Industrie von großer Bedeutung sind. Mit dem Programm „ONE Tech Company“ verfolgt das Unternehmen eine langfristig ausgerichtete Strategie und strebt für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum von 6 % bis 8 % an.

  • Smart Infrastructure: Die Sparte Smart Infrastructure verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach energieeffizienten Gebäudetechnologien sowie Lösungen zur Modernisierung von Stromnetzen. Treiber dieser Entwicklung ist insbesondere die globale Energiewende.
  • Digital Industries und SaaS-Transformation: Im Geschäftsbereich Digital Industries unterstützt der Übergang zu einem Software-as-a-Service-Modell (SaaS) den Aufbau planbarer, wiederkehrender Erlöse und stärkt die langfristige Kundenbindung im Softwaregeschäft.
  • Globale Aufstellung: Die breite geografische Präsenz des Konzerns, insbesondere in den USA und in Indien, trägt zur Stabilität des Geschäftsmodells bei und kann helfen, regionale Konjunkturschwankungen sowie potenzielle Handelszölle abzufedern.
  • Einordnung für langfristige Anleger: Siemens verbindet digitalen Wachstum mit der strukturellen Stabilität eines etablierten Industriekonzerns, was das Unternehmen für langfristig orientierte Anleger relevant machen könnte.
  • Risikofaktoren: Als zyklisches Industrieunternehmen ist Siemens sensibel gegenüber einer Abschwächung der Weltwirtschaft, geopolitischen Spannungen und möglichen Handelskonflikten. Vor diesem Hintergrund ist zu beachten, dass J.P. Morgan Global Research die Wahrscheinlichkeit einer globalen Rezession im Jahr 2026 auf rund 35 % einschätzt.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Keine Anlageberatung.

LVMH (MC.PA)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) nimmt eine zentrale Stellung im globalen Luxussektor ein und vereint rund 75 etablierte Marken unter seinem Dach. Das breit diversifizierte Geschäftsmodell – von Mode und Lederwaren über Uhren und Schmuck bis hin zu Weinen und Spirituosen – trägt dazu bei, konjunkturelle Schwächen einzelner Segmente abzufedern.

  • Nachfrage aus der globalen Mittelschicht: Der Konzern profitiert von der wachsenden globalen Mittelschicht, insbesondere in Schwellenländern, in denen die Nachfrage nach internationalen Luxusmarken weiterhin hoch ist.
  • Ansprache jüngerer Zielgruppen: Durch einen starken Fokus auf Kreativität, Markenführung und Produktqualität bleibt LVMH auch für jüngere, kaufkräftige Zielgruppen relevant und kann die Attraktivität seiner Traditionsmarken langfristig sichern.
  • Strategische Akquisitionen: Ein solider freier Cashflow ermöglicht es dem Unternehmen, gezielte Übernahmen vorzunehmen und seine Position in spezialisierten oder aufstrebenden Luxussegmenten weiter auszubauen.
  • Einordnung für langfristige Anleger: LVMH wird häufig als qualitativ hochwertiges Investment mit defensiven Eigenschaften und langfristiger Wachstumsperspektive im globalen Konsumgütersektor eingeordnet.
  • Risikofaktoren: Trotz der ausgeprägten Preissetzungsmacht ist die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten nicht unbegrenzt. Zusätzlich könnten steigende Preise für Edelmetalle wie Gold und Silber die Margen in den Bereichen Uhren und Schmuck – darunter Marken wie Tiffany & Co. und Bulgari – belasten, die einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtumsatz leisten.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Keine Anlageberatung.

Eli Lilly (LLY)

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Für Eli Lilly wird bis 2026 ein weiterhin überdurchschnittliches Wachstum erwartet. Treiber sind vor allem etablierte Medikamente im Bereich Stoffwechselerkrankungen sowie die fortlaufende Erweiterung der Produktpipeline. Das erwartete Umsatzwachstum liegt dabei über den historischen Durchschnittswerten, da bestehende Produkte an Marktreife gewinnen und neue Wirkstoffe zugelassen und eingeführt werden.

  • Zentrale Umsatztreiber: Die Medikamente Mounjaro und Zepbound bleiben maßgeblich für das Wachstum verantwortlich. Im dritten Quartal 2025 übertraf der Umsatz die Analystenerwartungen um 9 %, während der Gewinn je Aktie (EPS) circa 19 % über den Konsensschätzungen lag.
  • Ausbau der Produktionskapazitäten: Neue Produktionsstandorte, unter anderem in Concord (North Carolina), sollen bis 2026 ihre volle Auslastung erreichen. Damit könnten die bislang bestehenden Lieferengpässe in den USA schrittweise reduziert werden.
  • Ertrags- und Kursausblick: Analysten erwarten im Median einen Aktienkurs von rund 1.171 US-Dollar bis Ende 2026. In optimistischeren Szenarien werden auch Kursziele von bis zu 1.500 US-Dollar genannt.
  • Pipeline und therapeutische Diversifikation: Neben GLP-1-basierten Behandlungen werden bis 2026 weitere Medikamente wie Kisunla (Alzheimer) und Omvoh (Colitis ulcerosa) international eingeführt und skaliert, was zur breiteren Aufstellung der Umsätze beitragen soll.
  • Positionierung im Adipositasmarkt: Spätphasige Wirkstoffkandidaten wie Orforglipron (oraler GLP-1) und Retatrutide nähern sich wichtigen Entwicklungsmeilensteinen und könnten die Position des Unternehmens im kardiometabolischen Bereich weiter stärken.
  • Bewertung und Marktkapitalisierung: Nachdem Eli Lilly kürzlich als erstes Pharmaunternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 1 Billion US-Dollar erreicht hat, wird die Aktie weiterhin mit einem Bewertungsaufschlag gehandelt. Dieser liegt jedoch unter dem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis der vergangenen fünf Jahre.
  • Strategische Akquisitionen: Das Management prüft gezielt Übernahmen von Unternehmen in den Bereichen Onkologie und Neurowissenschaften, um die Umsatzbasis zu diversifizieren und Risiken im Zusammenhang mit zukünftigen Patentabläufen abzufedern.
  • Risikofaktoren: Ein zentrales Risiko stellen mögliche Preisregulierungen für Medikamente in den USA dar, die die Ertragskraft von Blockbuster-Produkten beeinträchtigen könnten. Da ein erheblicher Teil des Umsatzes auf wenige Schlüsselmedikamente fällt, könnten regulatorische oder marktbezogene Herausforderungen bei Mounjaro oder Zepbound spürbare Auswirkungen auf den Aktienkurs haben.

Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. Keine Anlageberatung.

Fazit

Auch in Märkten mit optimistischer Stimmung bestehen Risiken, da Erwartungen häufig bereits in den Kursen enthalten sind und geopolitische sowie makroökonomische Faktoren ganze Sektoren beeinflussen können.

Eine sorgfältige Analyse, laufendes Risikomanagement und ein langfristiger Anlagehorizont bleiben daher entscheidend. Die branchenübergreifende Auswahl der Aktien kann zudem helfen, ein ausgewogenes und widerstandsfähiges Portfolio aufzubauen.

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