Handeln mit Gold und seinen Preisbewegungen kann auf unterschiedliche Weise umgesetzt werden.Eine Möglichkeit ist der physische Besitz, zum Beispiel in Form von Schmuck. Daneben gibt es zahlreiche Finanzinstrumente, um Zugang zum Goldmarkt zu erhalten. Das Edelmetall bleibt bei Anlegern beliebt, da es historisch eine besondere Rolle als sicherer Hafen spielt.
Langfristige Anleger nutzen Gold häufig

Warum entscheiden sich Trader für Gold?
Trader entscheiden sich für Gold, weil es häufig zur Absicherung gegen Inflation und Währungsrisiken genutzt wird und zudem als Instrument zur Diversifizierung von Anlageportfolios dient.
Gold als Absicherung
Gold gilt traditionell als Absicherung – also als Investment, das mögliche Verluste bei anderen Vermögenswerten ausgleichen kann. Dies basiert darauf, dass sein Preis oft umgekehrt mit bestimmten Anlageklassen korreliert. Wenn die eine fällt, kann die andere steigen.
Wechselkursrisiko
Gold dient oft als Absicherung gegenüber Währungen, vor allem dem US-Dollar. Sinkt der Wert des Dollars, steigt in der Regel der Goldpreis, was mögliche Verluste ausgleichen kann.
Inflation und Gold
Gold gilt auch als
Spekulation
Die Rolle von Gold als Absicherung und Risikomanagement hat paradoxerweise dazu geführt, dass es auch rein spekulativ gehandelt wird. Manche Trader nutzen es zudem als Indikator für die Dynamik von “Gier und Angst” an den Märkten.
| Vorteile von Gold: | Nachteile von Gold: |
|
|
Welche verschiedenen Möglichkeiten gibt es, Gold zu kaufen?
Es gibt eine Reihe beliebter und etablierter Möglichkeiten, am Goldmarkt teilzunehmen. Diese reichen vom Kauf von physischem Gold in Form von Barren oder Schmuck bis hin zu verschiedenen Finanzinstrumenten wie CFDs,
- CFDs – Differenzkontrakte (CFDs) ermöglichen es, auf den Goldpreis zu spekulieren, ohne physisches Gold zu besitzen. Sie bieten Funktionen wie Short Selling und Hebelwirkung, bergen jedoch hohe Risiken und sind für Anfänger deshalb nicht geeignet.
CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, aufgrund der Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 75% der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld bei dieser Anlageform.
- ETFs – Börsengehandelte Fonds (ETFs) bieten eine bequeme Möglichkeit zu Goldinvestments ohne physische Lagerung, mit Kursverfolgung in Echtzeit. ETFs wie SPDR Gold und iShares Gold Trust profitieren ebenfalls von der Preisgestaltung in Echtzeit, sodass Sie den Wert Ihrer Beteiligungen problemlos im Auge behalten können.
- Aktien – Einige Aktien entwickeln sich weitgehend parallel zum Goldpreis. So hängt etwa der Kurs von Goldminenunternehmen vom Wert ihrer Goldreserven ab. Steigt oder fällt der Goldpreis, bewegt sich in der Regel auch der Aktienkurs. Allerdings ist die Korrelation nicht immer gleich stark, da Aktien zusätzlich von anderen Faktoren beeinflusst werden – insbesondere von der
Volatilität des gesamten Aktienmarktes. - Smart Portfolios – Smart Portfolios sind speziell kuratierte Sammlungen von Vermögenswerten, die ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Strategie verfolgen – wie zum Beispiel den Goldmarkt. Das @GoldWorldWide Smart Portfolio investiert in das Anlageuniversum von eToro, das Aktien der weltweit größten Goldunternehmen, Gold-ETFs und Goldderivate umfasst. Mit Smart Portfolios können Sie Ihr Investment mit nur einem Klick sofort diversifizieren – durch die Anlage in eine Auswahl verschiedener Vermögenswerte, Trader und Strategien.
- Futures – Terminbörsen wie die CBOT und die LME gelten als die wichtigste Quelle für die weltweiten Goldpreise. So orientieren sich beispielsweise CFD-Märkte in Gold in der Regel am Preis von Gold-Futures. Für Privatanleger war der Zugang zum Terminmarkt traditionell mit hohen Hürden verbunden – vor allem wegen der Risiken, zu denen auch Transaktionen gehören können, die eine physische Lieferung einer bestimmten Menge Gold nach sich ziehen.
- Physisches Gold – Eine interessante Randbemerkung ist, dass die überzeugtesten Gold-Enthusiasten stets darauf bestehen, zumindest einen Teil ihrer Position in physischer Form zu halten – also so, dass sie direkten Zugriff darauf haben. Ihre Sichtweise hat etwas von einem Weltuntergangsszenario: Sie gehen davon aus, dass jede Situation, in der Gold wieder als gesetzliches Zahlungsmittel eingesetzt würde, so gravierend wäre, dass weder Internetverbindungen noch Brokerbüros oder sogar Banktresore noch als sicher gelten könnten.
Der Handel mit und das Halten von Gold-Positionen kann auf unterschiedliche Arten erfolgen. Jede dieser Methoden funktioniert ein wenig anders – und entsprechend unterscheiden sich auch die damit verbundenen Gebühren. Dies sollte bei der Auswahl berücksichtigt werden. Welche Variante für die eigene Strategie am kosteneffizientesten ist, lässt sich anhand der Informationen in den jeweiligen Geschäftsbedingungen feststellen.
Wie starte ich den Handel mit Gold?
Der Einstieg beginnt mit klaren Anlagezielen. Wichtig sind ein realistisches Risikomanagement und die Wahl einer passenden Strategie. Anschließend sollte die geeignete Form des Handels gewählt und die Kosten sorgfältig geprüft werden.

Risikomanagement
Marktrisiko entsteht durch steigende oder fallende Preise der gehaltenen Vermögenswerte und betrifft Gold genauso wie andere Finanzinstrumente. Stop-Loss-Orders können helfen, Verluste zu begrenzen.
Ein weiteres Risiko ist das operationelle Risiko, also die Sicherheit des Brokers. Am besten wählen Sie einen regulierten, vertrauenswürdigen Anbieter, der von bekannten Banken unterstützt wird. Zusätzlich kann Versicherungsschutz das Gegenparteirisiko mindern.
Tipp: Beim Einstieg in einen neuen Markt empfiehlt es sich, klein zu beginnen und Instrumente zu nutzen, die Handel mit geringen Beträgen erlauben.
Welche Handelsstrategien gibt es für Gold?
Historische Entwicklungen machen Gold für viele Anleger attraktiv, sodass manche nur eine kleine Menge kaufen und eine Buy-and-Hold-Strategie verfolgen. Dabei spielt das richtige Timing jedoch eine große Rolle und Geduld ist gefragt. Alternativ gibt es auch andere Strategien, die berücksichtigt werden können.
Aktivere Handelsstrategien für Gold
Andere Strategien basieren auf fundamentaler oder technischer Analyse – oder einer Kombination aus beiden. Fundamentale Analyse zielt darauf ab, den inneren Wert von Gold zu bestimmen, basierend auf Informationen wie Minenreserven, zukünftigen Produktionsmengen und der Politik von Zentralbanken. Technische Analyse versucht, Preisbewegungen vorherzusagen – zum Beispiel durch die Untersuchung historischer Marktdaten, Kursdiagramme und mathematischer Formeln.
Die Strategien unterscheiden sich auch hinsichtlich der Haltedauer. Bei Swing- oder Daytrading werden Positionen meist nur Stunden oder Tage gehalten, während Momentum-Strategien Positionen über Wochen, Monate oder sogar Jahre laufen können.

Wie kann ich Gold mit eToro handeln?
Sobald ein Brokerage-Konto eingerichtet ist, ist der Kauf oder Verkauf von Gold so einfach wie ein Klick oder Antippen auf dem Bildschirm. Der Handel kann sowohl über Desktop- als auch mobile Geräte erfolgen, sodass man Marktentwicklungen jederzeit und von überall verfolgen kann.
- Konto erstellen oder einloggen.
- Zur Seite “Rohstoffe” gehen und Gold auswählen.
- Auf „Investieren“ klicken und Kaufen oder Verkaufen wählen.
- Betrag oder die Anzahl der Einheiten eingeben.
- Stop-Loss, Hebelwirkung und Take-Profit festlegen, falls nötig.
- Auf „Trade eröffnen“ klicken.
Laufendes Handelsmanagement
Die eigenen Goldpositionen werden im Portfolio-Bereich des Kontos angezeigt. Zu den Tools für das Post-Trade-Management gehören ein Live-Gewinn- und Verlust-Tracker, der die Rendite der Position anzeigt.
Stop-Loss– oder Take-Profit-Orders können entweder direkt beim Handel oder jederzeit danach hinzugefügt werden. Wird eine dieser Anweisungen durch Bewegungen des Goldpreises ausgelöst, wird die Position automatisch geschlossen.
Wer keine Stop-Loss- oder Take-Profit-Orders nutzt, kann Positionen natürlich weiterhin manuell schließen. Im Portfolio-Bereich führen Sie Drop-Down-Menüs Schritt für Schritt durch den Prozess des Schließens, sobald der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
Tipp: Der Anteil des Portfolios, der in Gold investiert ist, kann durch regelmäßiges Rebalancing überwacht und angepasst werden.
Fazit
Millionen von Händlern nutzen heute bequeme Möglichkeiten für den Goldhandel. Marktrisiken und die Gefahr falscher Entscheidungen werden dadurch zwar nicht ausgeschlossen, aber es besteht die Möglichkeit, auf hochwertige Forschungs- und Lernmaterialien zurückzugreifen.
Wie bei jedem Handel gilt: Je besser Sie vorbereitet sind, desto besser stehen Ihre Chancen. Die Wahl des richtigen Brokers ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses.
Erfahren Sie mehr über den Handel und die Investition in Gold, indem Sie der eToro-Akademie beitreten.
Diese Informationen dienen ausschließlich zu Bildungszwecken und sollten nicht als Anlageberatung, persönliche Empfehlung oder als Angebot bzw. Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten verstanden werden.
Dieses Material wurde ohne Berücksichtigung bestimmter Anlageziele oder finanzieller Situationen erstellt und stimmt nicht mit den gesetzlichen und behördlichen Anforderungen zur Förderung eigenständiger Forschung überein.
Nicht alle der genannten Finanzinstrumente und Dienstleistungen werden von eToro angeboten und jegliche Verweise auf die Wertentwicklung eines Finanzinstruments, eines Index oder eines verpackten Anlageprodukts sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse und sollten auch nicht als solche angesehen werden. Die Verfügbarkeit aller oben genannten Produkte und Dienstleistungen kann je nach Gerichtsbarkeit und Land variieren.
eToro übernimmt weder Gewähr noch Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit des Inhalts dieses Guides. Stellen Sie sicher, dass Sie die mit dem Handel verbundenen Risiken verstehen, bevor Sie Kapital einsetzen. Riskieren Sie niemals mehr, als Sie zu verlieren bereit sind.
FAQ
- Wie viel Gold wird jährlich gefördert?
-
Etwa 2.500–3.000 Tonnen. Die größten Produzenten sind Australien, Russland und Südafrika. Sie können Ihre Investitionen auf bestimmte Bereiche des Produktionsprozesses konzentrieren oder direkt in Gold investieren. Alternativ können Sie in ein fondsähnliches Produkt investieren, das in ein breites Spektrum des Goldsektors investiert, darunter Exploration, Abbau und Verarbeitung von Gold.
- Welcher Sektor erzeugt die meiste Nachfrage nach Gold?
-
Goldschmuck stellt die größte jährliche Nachfragequelle für Gold dar. Zwar ist seit mehreren Jahrzehnten ein Abwärtstrend zu beobachten, aber der Schmucksektor deckt immer noch rund 50% der gesamten Goldnachfrage.
- Kann man auch in andere Edelmetalle investieren?
-
Gold ist nicht das einzige Edelmetall, in das investiert werden kann. Silber, Platin und Palladium sind drei weitere, die Händlern und Anlegern weithin zur Verfügung stehen. Diese drei Metalle werden in industriellen Fertigungsprozessen häufiger verwendet als Gold. Daher kann der Preis dieser drei Metalle stärker von makroökonomischen Zyklen beeinflusst werden als von ihrem Status als defensive Anlage.