Kaufen statt abwarten – deutsche Privatanleger reagieren früher auf Kursrückgänge

  • Immer mehr Privatanleger in Deutschland kaufen bereits nach Kursverlusten von fünf bis zehn Prozent. 
  • Wichtigster Grund für Käufe während einer Marktkorrektur ist der langfristige Vermögensaufbau. 
  • Besonders Gen Z steigt schon bei kleineren Marktkorrekturen ein als noch vor einem Jahr. 

05 August 2026 – Immer mehr Anleger in Deutschland investieren bereits nach moderaten Marktkorrekturen, statt auf einen größeren Kurseinbruch zu warten. Das zeigt die aktuelle Ausgabe des Retail Investor Beat der Handels- und Investmentplattform etoro, für in 13 Ländern 11.000 Privatanleger befragt wurden. 

In Deutschland reicht heute bereits ein Kursrückgang von fünf bis zehn Prozent vielen Anlegern als Einstiegssignal. 24 Prozent würden bei einer solchen Korrektur investieren – vor einem Jahr waren es noch 17 Prozent. 22 Prozent würden dagegen erst nach einem Rückgang von elf bis zwanzig Prozent einsteigen. Auch dieser Wert stieg leicht gegenüber dem Vorjahr (20 Prozent). 

Zudem warten immer weniger deutsche Anleger auf einen massiven Markteinbruch: Nur noch neun Prozent würden erst bei einem Kursverlust von mehr als 20 Prozent kaufen, nach elf Prozent im Vorjahr. Insgesamt geben 58 Prozent der Befragten an, dass sie eine Marktkorrektur grundsätzlich zum Kauf nutzen würden. 

Pascal Nörrenberg, Managing Director DACH bei etoro, sagt: „Die deutsche Risikokultur verändert sich langsam, aber sichtbar. Lange galt Abwarten als die bevorzugte Strategie. Unsere Daten zeigen nun, dass immer mehr Privatanleger Marktkorrekturen aktiv nutzen, statt auf den perfekten Einstiegszeitpunkt zu hoffen. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem langfristigeren Verständnis von Vermögensaufbau.“ 

Langfristiger Vermögensaufbau statt kurzfristiger Erholung 

Wer Kursrückgänge nutzt, setzt meist nicht auf eine schnelle Gegenbewegung. Vielmehr gaben 46 Prozent der Befragten bei der Frage nach dem Hauptgrund für einen Einstieg während einer Korrektur an, sie wollten langfristig investieren. Für 33 Prozent stehen niedrigere Bewertungen im Vordergrund. Nur 25 Prozent hoffen in erster Linie auf eine kurzfristige Erholung. 

Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei der Generation Z. Der Anteil derjenigen, die bereits nach einem Kursrückgang von fünf bis zehn Prozent kaufen würden, stieg binnen eines Jahres von 22 auf 34 Prozent. Auch Millennials greifen früher zu: Bei den 28- bis 43-Jährigen legte der Wert von 19 Prozent auf 27 Prozent zu. 

Pascal Nörrenberg ergänzt: „Gerade bei jüngeren Anlegern verändert sich der Umgang mit Risiko. Für die Generation Z gehört Investieren deutlich stärker zum finanziellen Alltag als noch für frühere Generationen. Entsprechend gelten Kursschwankungen häufiger als Chance, um Positionen auszubauen, und seltener als Anlass, dem Markt fernzubleiben. Wer früh beginnt und langfristig denkt, muss nicht jeden Tiefpunkt treffen – entscheidend ist, konsequent investiert zu bleiben.” 

Hohes Zinsniveau verändert Investmentpläne kaum  

Das anhaltend hohe Zinsniveau wirkt sich bislang nur begrenzt auf die Pläne deutscher Privatanleger aus: 55 Prozent haben ihre Investmentpläne deswegen nicht angepasst. 20 Prozent wollen sogar mehr investieren, nur 19 Prozent weniger. 

Pascal Nörrenberg sagt: „Hohe Zinsen gelten seit Jahren als Belastungsfaktor für die Kapitalmärkte. Umso bemerkenswerter ist, dass die meisten deutschen Privatanleger ihre Investmentpläne deshalb gar nicht angepasst haben. Das deutet darauf hin, dass ihnen langfristige Anlageentscheidungen wichtiger sind als kurzfristige Veränderungen im Marktumfeld.” 

ENDE 

Hinweise für die Redaktion 

Der aktuelle Retail Investor Beat basiert auf einer Umfrage unter 11.000 Privatanlegern in 13 Ländern auf drei Kontinenten. In Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich, Australien, Singapur, Italien und Spanien wurden jeweils 1.000 Personen befragt. In den Niederlanden, Dänemark, Polen, Rumänien und Tschechien nahmen jeweils 600 Personen teil. 

Die Umfrage wurde vom 14. bis 29. Mai 2026 vom Marktforschungsunternehmen Opinium durchgeführt. Als Privatanleger galten selbstständig oder mit Beratung investierende Personen, die mindestens ein Anlageprodukt besitzen, darunter Aktien, Anleihen, Fonds, Investment-ISAs oder vergleichbare Produkte. Die Teilnehmer mussten keine Nutzer von etoro sein. 

Die in dieser Umfrage dargestellten Zahlen und Ergebnisse basieren auf den Antworten der Teilnehmer zum Zeitpunkt der Befragung. Sie spiegeln deren Meinungen, Ansichten und Einschätzungen wider und sind weder als Anlageberatung noch als Garantie für eine zukünftige Wertentwicklung zu verstehen. Die Prozentangaben und Ergebnisse sind möglicherweise nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung und können sich mit den Marktbedingungen und der Anlegerstimmung verändern. 

Medienkontakt 

pr@etoro.com 

Über etoro 

etoro ist eine Multi-Asset-Handels- und Investmentplattform, die Menschen dabei unterstützt zu investieren, Wissen zu teilen und voneinander zu lernen. Das Unternehmen wurde 2007 mit der Vision gegründet, Handel und Investieren für alle einfach und transparent zu machen. Heute zählt etoro 40 Millionen registrierte Nutzer in 75 Ländern. 

etoro ist überzeugt, dass gemeinsames Wissen zu besseren Anlageentscheidungen führt. Deshalb hat das Unternehmen eine soziale Investment-Community aufgebaut, die Anlegern die Werkzeuge bietet, ihr Wissen und ihr Vermögen auszubauen. 

Auf etoro können Nutzer in eine Vielzahl traditioneller und innovativer Anlageklassen investieren. Sie können selbst handeln, in Portfolios investieren oder die Strategien anderer Anleger kopieren. Das aktuelle Medienzentrum mit allen Unternehmensmeldungen finden Sie hier. 

Disclaimer 

etoro ist eine Multi-Asset-Investmentplattform. Der Wert Ihrer Anlagen kann steigen oder fallen. Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt. 

etoro ist eine Unternehmensgruppe, deren Gesellschaften in den jeweiligen Rechtsordnungen zugelassen und reguliert sind. Zu den Aufsichtsbehörden gehören: 

Die Financial Conduct Authority (FCA) im Vereinigten Königreich. 

Die Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) in Zypern. 

Die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) in Australien. 

Die Financial Services Authority (FSA) auf den Seychellen. 

Die Financial Services Regulatory Authority (FSRA) des Abu Dhabi Global Market (ADGM) in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 

Die Monetary Authority of Singapore (MAS) in Singapur. 

Diese Mitteilung dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Sie stellt weder eine Anlageberatung noch eine persönliche Empfehlung oder ein Angebot beziehungsweise eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Dieses Material wurde erstellt, ohne die individuellen Anlageziele oder die finanzielle Situation einzelner Empfänger zu berücksichtigen, und entspricht nicht den regulatorischen Anforderungen für die Erstellung unabhängiger Finanzanalysen. Hinweise auf die vergangene oder zukünftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments, Index oder strukturierten Anlageprodukts sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. etoro übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen. 

Regulierung und Lizenznummern 

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