Olympische Winterspiele 2026: Goldmedaille so wertvoll wie nie

  • Mit einem Materialwert von 1.678 Euro erreicht die Goldmedaille der Winterspiele 2026 einen historischen Höchststand. Nie zuvor war eine olympische Medaille gemessen am reinen Metallwert so wertvoll. Verantwortlich dafür sind vor allem die stark gestiegenen Preise für Gold und Silber.

19. Februar 2026 – Die Goldmedaille der Winterspiele 2026 überschreitet erstmals in der Geschichte der modernen Olympischen Spiele in Bezug auf ihren intrinsischen Metallwert die Marke von 1.000 Euro, wie eine Analyse der Trading- und Investmentplattform eToro zeigt. Basierend auf den Spot-Preisen zur Eröffnung der Spiele hat die Medaille, die lediglich 6 Gramm Goldbeschichtung auf hochreinem Silber enthält, einen geschätzten Schmelzwert von 1.678 Euro. Damit liegt ihr Materialwert etwa doppelt so hoch wie bei den Spielen in Paris 2024 und das trotz eines geringeren Gesamtgewichts.

Maximilian Wienke, Marktanalyst bei eToro, kommentiert: „Olympische Medaillen symbolisieren außergewöhnliche sportliche Leistungen, doch ihr materieller Wert ist durchaus real. Der starke Anstieg der Rohstoffpreise hat ihren intrinsischen Wert auf Rekordniveau gehoben. Gold und Silber erfüllen damit weiterhin ihre traditionelle Rolle als Wertaufbewahrungsmittel. Selbst symbolische Objekte wie diese werden so zu einem Spiegelbild der globalen Edelmetallmärkte.“

Jahr Spiele Goldgewicht (g) Silbergewicht (g) Kupfergewicht (g)
2026 Cortina 506 500 420
2024 Paris 529 525 455
2022 Peking 550 530 490
2021 Tokyo 556 550 450
2018 Pyeongchang 586 580 493
2016 Rio de Janeiro 500 500 500
2014 Sotschi 531 525 460
2012 London 412 412 357
2010 Vancouver 576 550 500
2008 Peking 200 200 200
2006 Turin 450 450 400
2004 Athen 148 135 135
2002 Salt Lake City 567 567 454
2000 Sydney 180 180 170

 

Chart 1: Veränderung des Medaillengewichts von Sydney 2000 bis Cortina 2026

Die gleiche Dynamik zeigt sich auch beim Silber. Mit einem Gewicht von 500 Gramm und einem nahezu vollständig aus reinem Metall bestehenden Kern erreicht die Silbermedaille einen intrinsischen Wert von 896 Euro – ebenfalls ein Rekordhoch. Die Bronzemedaille wiegt 420 Gramm und besteht aus einer Kupfer-Zink-Legierung. Ihr Materialwert liegt bei rund 4,50 Euro und bewegt sich damit ebenfalls nahe am höchsten Stand der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Sechsfacher Wertanstieg seit 2006

Die historische Analyse von eToro zeigt, wie stark die Medaillenwerte gestiegen sind. Eine Goldmedaille der Winterspiele in Turin 2006 wäre zu heutigen Preisen etwa 270 Euro wert, eine Silbermedaille rund 147 Euro. Innerhalb von zwanzig Jahren ist der intrinsische Wert der Medaillen damit etwa um das Sechsfache gestiegen – angetrieben durch anhaltende Preissteigerungen bei Gold und Silber.

Maximilian Wienke fasst zusammen:„Der Goldpreis wird in erster Linie von den realen Zinsen, dem US-Dollar und der Nachfrage nach sicheren Anlagen bestimmt. Silber unterliegt denselben Einflüssen, ist jedoch stärker an die wirtschaftliche Aktivität und die industrielle Nachfrage gekoppelt und daher in der Regel volatiler. In starken Aufwärtsbewegungen können spekulative Positionierungen die Ausschläge in beide Richtungen verstärken – Gewinne beschleunigen sich, wenn bullische Wetten zunehmen, aber Rückgänge fallen ebenso heftiger aus, wenn die Stimmung dreht.“

Im inflationsbereinigten Ranking aller Winter- und Sommerspiele seit 2000 liegt Cortina 2026 klar an der Spitze. Es folgen Paris 2024, Tokio 2020 und Peking 2022. Medaillen früherer Austragungen erscheinen dagegen aus heutiger Perspektive nahezu symbolisch.

Chart 1: Inflationsbereinigter intrinsischer Wert der Goldmedaille nach Austragung

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten zuletzt Berichte über defekte Bänder und Plaketten. Während also über die Haltbarkeit diskutiert wird, steht eines fest: Am reinen Metallwert mangelt es dieser Medaille nicht.

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Methodik

Ziel der Analyse war es, den intrinsischen (bzw. „Schmelz-“)Wert der bei Sommer- und Winterspielen von 2000 bis 2026 vergebenen Medaillen zu schätzen. Die Studie basiert auf einer historischen Rekonstruktion, die drei unterschiedliche Datensätze kombiniert: Rohstoffpreise an den Finanzmärkten, offizielle technische Prägespezifikationen sowie monetäre Aufwertungskoeffizienten.

Zur Bestimmung der Rohmaterialkosten wurden Spotpreise für Gold und Silber verwendet, ausgedrückt in Euro pro Gramm. Spotpreise – und nicht Futures-Kontrakte – wurden gewählt, um Verzerrungen durch Rollkosten oder Contango-Effekte zu vermeiden, wie sie bei Finanzderivaten üblich sind. Die Daten stammen aus historischen Zeitreihen von TradingView, wobei jeweils der Eröffnungspreis der Sitzung am Eröffnungstag der Spiele herangezogen wurde. Zur Sicherstellung einer einheitlichen Messbasis wurden ursprünglich in Feinunzen notierte Kurse mithilfe des Standard-Umrechnungsfaktors von 31,1035 in Gramm umgerechnet. Für Kupfer, den Hauptbestandteil der Bronzemedaillen, wurde ein Umrechnungsfaktor von 453,592 zur Konvertierung von Pfund in Gramm angewendet.

Die Berechnung der Nettogewichte basiert auf offiziellen Berichten der Organisationskomitees (OCOG), IOC-Dossiers sowie technischen Angaben der prägenden Münzstätten (z. B. Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato, Monnaie de Paris, The Royal Mint) und Gemini. Zur Maximierung der Genauigkeit wurde jede Medaille in ihre reinen Bestandteile zerlegt. Für die Goldmedaille wurde der IOC-Standard angewandt, der eine Mindestvergoldung von 6 Gramm reinem Gold vorschreibt; das restliche Gewicht wurde dem Silberkern zugerechnet (mit einer Reinheit zwischen 925/1000 und 999/1000, je nach Ausgabe). Nicht-edelmetallische Bestandteile wurden isoliert und aus der Berechnung ausgeschlossen – etwa die Eiseninlays bei Paris 2024, der Jadeanteil bei Peking 2008 oder das Polycarbonat bei Sotschi 2014 –, um das Nettogewicht der Edelmetalle zu ermitteln.

Um die Kosten über verschiedene Zeiträume hinweg vergleichbar zu machen, wurden sie anhand des vom Statistischen Bundesamt (Destatis, Stand Dezember 2025) veröffentlichten Verbraucherpreisindex (VPI) inflationsbereinigt. Die Umrechnung in reale Werte (Preisniveau 2026) erfolgte durch die Berechnung eines Anpassungsfaktors für jedes Austragungsjahr.

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