Was ist CFD-Trading?

CFD-Trading  – CFD = Akronym für „Contract for Difference“ (Differenzvertrag) – ist eine Methode, die Einzelpersonen ermöglicht, einen Vermögenswert zu traden oder in ihn zu investieren, und zwar durch Abschluss eines Vertrags zwischen sich und einem Makler, anstatt eine Position direkt in einem bestimmten Markt zu eröffnen. Trader und Makler kommen dabei überein, Marktkonditionen zu replizieren und, wenn die Position geschlossen wird, die Differenz untereinander auszugleichen. CFD-Trading bietet viele Vorteile, die es bei direktem Trading nicht gibt, beispielsweise den Zugang zu Auslandsmärkten; die Anwendung von Hebeln; Short- (Leerverkaufs-) Positionen bei Vermögenswerten, bei denen diese Option herkömmlicherweise nicht besteht und mehr.

Wie funktionieren CFDs?

  1. Der Trader wählt einen Vermögenswert aus, der vom Makler als CFD angeboten wird. Es kann sich um eine Aktie, einen Index, eine Devise oder einen sonstigen Vermögenswert handeln, den der Makler anbietet.
  2. Der Trader eröffnet die Position und legt Parameter fest, beispielsweise, ob es sich um eine Long- (Kauf-) Position handelt oder um eine Short- (Leerverkaufs-) Position, einen eventuellen Hebel, den investierten Betrag und weitere Parameter, je nach Makler.
  3. Beide schließen einen Vertrag ab. Darin einigen sie sich über den Eröffnungspreis der Position und ob Gebühren anfallen (beispielsweise Übernachtgebühren) oder nicht.
  4. Die Position ist eröffnet und bleibt offen, bis entweder der Trader sich entschließt, sie zu schließen, oder bis sie durch einen automatisierten Befehl geschlossen wird, beispielsweise bei Erreichen eines Stopp-Loss- oder eines Take Profit- (Gewinnmitnahme-) Punktes oder bei Auslaufen des Vertrags.
  5. Wenn die Position mit Gewinn geschlossen wird, zahlt der Makler dem Trader. Hat sich ein Verlust ergeben, stellt der Makler dem Trader die Differenz in Rechnung.

CFD-Trading auf eToro

Im vergangenen Jahrzehnt haben sich CFDs (Contracts For Difference, Differenzverträge) zum beliebtesten Mittel für Online-Investoren entwickelt, um Aktien, Rohstoffe, Indizes und Devisen zu handeln. Wie bei allem, das so schnell wächst, gibt es im Zusammenhang mit CFDs eine Menge Fehlinformationen. Hier gehen wir zurück zu den Grundlagen, um zu erklären, was ein CFD ist und was seine Implikationen für Trader auf der eToro-Plattform sind. Wenn Sie mit CFDs in Aktien und ohne Hebel (1:1) investieren, trägt dieses Geschäft nicht mehr Risiko, als wenn Sie in die eigentliche Aktie investieren würden.

Die meisten Vermögenswerte auf eToro werden als CFDs gehandelt und werden zu bestimmten Marktöffnungszeiten ausgeführt.

Was ist der Unterschied zwischen einem CFD und einem ETF?

Zwar gibt es Ähnlichkeiten zwischen CFDs und ETFs (Exchange-Traded Funds), dennoch unterscheiden sie sich stark. Die Ähnlichkeit ist, dass es sich bei beiden um Derivate handelt: Ein ETF ist ein Fonds, der diverse Finanzvermögenswerte in einem handelbaren Instrument aggregiert, während ein CFD ein Vertrag bezüglich der Preisänderung bei einem bestimmten Vermögenswert ist – in beiden Fällen kaufen Sie nicht den zugrunde liegenden Vermögenswert. Während ETFs allerdings von Finanzinstituten nach einer bestimmten Marktstrategie (oft zur Risikoabsicherung) erstellt werden, wird ein CFD von einem Makler angeboten, um privaten Nutzern Zugang zu ermöglichen. Ähnlich wie bei ETFs kann CFD-Trading eingesetzt werden, um ein Portfolio zu erstellen, das einer Marktstrategie folgt, was dem Nutzer absolute Kontrolle über den Vermögenswert gibt, den er halten möchte und es ihm ermöglicht, sein Risiko selbst zu verwalten.

Kann ich nur Gewinne machen, wenn die Preise steigen?

Nein. Einer der großen Vorteile der Investition in CFDs – anstatt in andere Märkte wie Rohstoffe oder Aktien – ist, dass Sie auch bei fallenden Märkten profitieren können. Denken Sie daran: Ein CFD ist ein Differenzvertrag, doch die Differenz kann in beide Richtungen gehen. Sie können also in die Möglichkeit steigender Preise investieren (ein Kaufauftrag, auch „buy“ oder „long“ genannt) oder auf fallende Preise setzen (ein Verkaufsauftrag, oder auch „sell“ oder „short“ genannt) je nachdem, welche Marktentwicklung Sie erwarten.

Gibt es einen Mindestinvestitionsbetrag in eine Aktie, der dem Marktpreis entspricht?

Nein. CFDs machen es möglich, kleinere Beträge in die Märkte Ihrer Wahl zu investieren. Mit CFDs müssen Sie ein Instrument nicht tatsächlich kaufen oder besitzen, daher sind Sie nicht eingeschränkt durch die hohen Preise für bestimmte Aktien oder Rohstoffe. Auch wenn der Preis, beispielsweise der Google-Aktie, 1.000 US$ beträgt, können Sie auf eToro in Google nur etwa 50 US$ (mit einem Hebel von 1:10) investieren und Google-Aktien im Wert von 500 US$ besitzen. Das ist einer der größten Vorteile der Verwendung von CFDs.

Gibt es Vermögenswerte, die nur für CFDs existieren?

Ja. Indizes, wie beispielsweise der DJ30 oder der SPX500, sind keine tatsächlichen Vermögenswerte – Sie können von einem Index keinen Teil besitzen. Mit CFDs können Sie allerdings auf die Leistung eines Index spekulieren, was Ihnen ermöglicht, nicht nur in eine Aktie, sondern in ganze Sektoren der Wirtschaft einzelner Länder zu investieren.

Sind CFDs riskanter als herkömmliche Marktinstrumente?

Nein. Jedes Finanzinstrument ist mit einem Risiko verbunden, und CFDs sind keine Ausnahme. CFDs werden nur riskanter, wenn Sie Hebel verwenden und damit Ihr Marktrisiko erhöhen. Auf eToro können Sie beispielsweise in jeden Vermögenswert investieren, ohne Hebel anzuwenden.

Sind CFDs notwendig für Copy Trading?

Ja. CFDs bieten die Flexibilität, die es möglich macht, kopierte Trades auszuführen und dabei die genau gleichen Proportionen zwischen den zugewiesenen Mitteln des Kopierers und dem Konto des kopierten Traders beizubehalten. Beispielsweise könnten Sie ohne CFDs – wenn ein Trader, den Sie mit 100 US$ kopieren und der einen Teil seines Kontos in Google-Aktien investiert – diesen Trade nicht kopieren, da eine Google-Aktie zurzeit mehr als 500 US$ kostet. Unter Verwendung eines CFD können Sie diesen Trade dagegen kopieren, da ein CFD eine Investition in einen Bruchteil eines Vermögenswertes erlaubt.